Mixed Media Hintergrundtechniken lernen? Schreib´s auf!

Geht es dir auch so, dass du denkst, immer das Gleiche zu machen? Irgendwie sieht dein Hintergrund  mit Distress Inks, Dylusions usw. immer gleich aus? Es ist immer die gleiche Reihenfolge? Du bist ein bisschen frustriert darüber? Dann solltest du meinen heutigen Rat befolgen. Ich zeige dir, warum ich verschiedene Mixed Media Hintergrundtechniken aufgeschrieben habe und erkläre dir, warum genau das so hilfreich für mich ist.

Irgendwann war ich es leid, immer nur mit ein paar Stempelkissen zu matschen oder Farbsprays nach dem Zufallsprinzip aufs Papier zu sprühen. Sicher, beide Techniken ergeben interessante Effekte, aber letztendlich ist es immer das Gleiche. Genauso wie Farbe auftragen – Stempeln – Strukturpaste. Ich hatte das Gefühl, nie wirklich Abwechslung in meine Hintergründe zu bekommen.

Was war das Problem?

Mir fehlte Wissen. Ganz einfach und banal. Hätte mich letztens noch jemand nach einer interessanten oder besonderen Technik für einen Hintergrund gefragt – ich hätte darauf keine Antwort gewusst.

Das Problem ist nämlich, dass es einfach viel zu viele Techniken gibt. Man sieht ständig etwas neues in Videos, auf Blogs etc. Aber sich alles zu merken und bei Bedarf abrufbereit zu haben, ist definitiv ein Problem. Und jünger werde ich auch nicht. 🙂 Was also tun?

Mixed Media Hintergrundtechniken lernen mit Distress Inks

Du willst mehr als nur mit Distress Inks matschen? Du brauchst Abwechslung? Dann schreibe dir Mixed Media Hintergrundtechniken auf.

Kopf wie Sieb? Schreib´s auf!

Meine Devise war schon immer: Was du dir nicht oder nur schwer merken kannst, musst du aufschreiben. Zum Glück schreibe ich sehr gerne, deshalb ist das kein Problem für mich. Bei mir stellt sich eher die Frage: Wohin soll ich es schreiben? Es muss gut aussehen und mir vom Handling gefallen, sonst benutze ich es nicht. Zettel fielen daher schon mal raus. Somit blieben also nur ein Ordner (Ringbuch) oder ein Notizbuch in der engeren Auswahl.

Was du letztendlich nimmst, ist nicht entscheidend. Es muss dir nur gefallen und praktisch sein.

Ein Blick in mein Regal mit lauter ungenutzten Planern brachte mich dann auf die Idee, eines der Travelers Notebooks zu benutzen. Die standen bisher nur rum und ich war richtig froh, endlich eine zweckmäßige Verwendungsmöglichkeit für meine zahlreichen Journals gefunden zu haben.

Mixed Media Hintergrundtechniken aufschreiben mit TWSBI Eco Kolbenfüller

Mit den Kolbenfüllern von TWSBI (€) macht das Schreiben unheimlich viel Spaß und die verschiedenen Tintenfarben sorgen für Abwechslung.

Gliederung? Inhaltsverzeichnis?

Als nächstes überlegte ich, ob ich ein Inhaltsverzeichnis benötigen würde oder eine Art Gliederung, von einfach bis schwer oder so. Ich entschied mich dagegen, denn

  1. wollte ich spontan das aufschreiben können, was ich bei YouTube, auf Blogs oder Pinterest sah
  2. hätte ein Inhaltsverzeichnis wiederum bedeutet, sich sklavisch an irgendwelche Strukturen zu halten

Ich wollte einfach drauflos schreiben. Jede Technik, die ich sah oder die mir in den Sinn kam, sollte einfach niedergeschrieben werden. Ohne auf Gliederungen oder Inhaltsverzeichnisse zu achten. Ich wollte einfach nur durchblättern und das für mich passende heraussuchen können. Dafür braucht es nichts weiter als ein Notizheft und einen Stift.

Notizbuch bunt

Das Einzige, was ich für mein gutes Gefühl getan habe: Ich habe die erste Seite des Journals verziert.

Quellen für Mixed Media Hintergrundtechniken

Aber wo bekommt man denn nun Ideen für neue und ungewöhnliche Hintergrundtechniken? Eine superduper Quelle ist sicherlich YouTube. Mit den folgenden Suchbegriffen hast du auf jeden Fall Erfolg:

  • mixed media
  • background techniques
  • background techniques for card making
  • mixed media art tutorials deutsch

Aber nicht nur das – es gibt auch viele Kanäle, die sich fast ausschließlich mit Mixed Media beschäftigen, allen voran Tim Holtz, der natürlich seine eigenen Produkte verwendet.

Wenn du mehr mit Gesso, Farben, Strukturpasten oder Wax arbeiten möchtest, empfehle ich dir, einen Blick auf folgende Kanäle zu werfen:

Es gibt natürlich noch viele andere tolle Kanäle,also schau dich ruhig ein bisschen um.

Und dann schau nicht nur, sondern schreibe am besten direkt mit. Auch, wenn es „fast“ die gleichen Techniken sind – meist unterscheiden sie sich in Details und Material und genau das macht den Unterschied und die Vielfalt aus.

Wie ich mein Notizbuch nutze

Auf jeder Seite steht genau eine Mixed Media Hintergrundtechnik. Dazu das Material, was man benötigt und darunter in einzelnen Arbeitsschritten, wie diese Technik angewandt wird. Das war es eigentlich schon.

Den Schwierigkeitsgrad habe ich für mich selbst festgelegt (unter der Überschrift). Er richtet sich aber eher nach der Anzahl der Arbeitsschritte, denn so richtig schwierig ist eigentlich gar nichts, wenn man Schritt für Schritt vorgeht.

Mixed Media Hintergrundtechniken aufschreiben im Notizbuch

Wenn du möchtest, kannst du auch noch ein kleines Foto einkleben welches dir zeigt, wie das Ergebnis am Ende aussehen soll.

Der lustigste Teil ist jedoch dieser: Ich nehme mir nicht vor, eine bestimmte Technik erlernen „zu müssen“, sondern ich schlage einfach blind eine Seite auf. Diese Technik wird dann auf einer Karte oder auf einem anderen Projekt umgesetzt.

Das macht wirklich Spaß und wenn du gerade nicht weißt, was du basteln sollst, dann probierst du einfach eine dieser Techniken aus. Das fertige Blatt kannst du später als Kartenaufleger verwenden oder in anderen Projekten verarbeiten.

Falls es gar nichts wird, dann streiche alles mit Gesso über oder werfe es in den Müll. Mach dir keine Probleme oder Gewissensbisse! Denk nicht zu viel nach. Einfach machen, das wird schon irgendwie.

Mit jeder einzelnen Technik (und ist sie auch noch so banal) füllst du dein kleines Notizbuch. Irgendwann wirst du dann vielleicht verschiedene Hintergrundtechniken miteinander kombinieren oder andere Arbeitsschritte hinzufügen und ein ganz anderes, tolles Ergebnis erhalten. Wetten?

Fazit

Ich denke, du stimmst mir zu, dass das Aufschreiben der vielen verschiedenen Mixed Media Techniken eigentlich kein Akt ist – dafür jedoch umso hilfreicher. Wenn das sogar schon Dina Wakley in ihren Tutorials empfiehlt, kann es so verkehrt nicht sein.

Du lernst dabei eine Menge über dein Material, angefangen bei Stencils und Strukturpasten bis hin zu Alcohol Inks und Verwendung der Gelli Plate.

Das Üben nach dem Zufallsprinzip macht Spaß,  gibt dir Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Materialien und auch ein wenig Routine bei der Erstellung deiner Mixed Media Hintergründe. Ich wünsche dir viel Spaß dabei.

Deshalb: Schreib dir alles auf! Du wirst sehen, dass deine Hintergründe gar nicht mehr langweilig sind, weil du eben nicht immer nur das Gleiche machst. Die verschiedenen Techniken erweitern den Bastelhorizont und irgendwann wirst du beginnen, diese miteinander zu kombinieren oder komplett Neues auszuprobieren.

Bevor du gehst: Wie handhabst du das? Kannst du dir die Techniken merken oder lässt du dich spontan inspirieren? Ich freue mich wie immer über einen Kommentar von dir.

Für heute verabschiede ich mich jedoch und wünsche dir einen tollen Tag.


PS: Verschiedene Bastelideen und Anleitungen zu Mixed Media Hintergrundtechniken findest du auf meiner Übersichtsseite „FARBEN“.

3 Kommentare

  1. Das ist ja wieder mal ein wirklich inspirierender und nutzbringender Blogpost von dir, liebe Heike (wie immer!!) In der Tat hatte ich auch mal angefangen, mir für bestimmte Techniken oder Produkte Notizen zu machen. Das aber ganz profan und langweilig per Word-Dokument. Nun hast du mich angestachelt, das doch lieber auch richtig „manuell“ umzusetzen. Zumal ich auch total gerne von Hand schreibe. Daß ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin… irgendwelche Journals oder Hefte habe ich auch noch im „Lager“… Ich schau mal, was ich da so finde. Danke für diese Inspiration!
    Liebe Grüße vom HirschEngelchen
    Anka

    • Hallo Anka, na sowas, da konnte ich dich tatsächlich ermutigen, dir ebenfalls ein Heftchen anzulegen? Das freut mich total. Und glaub mir, es hilft wirklich, man vergisst einfach zu schnell, was es an Hintergrundtechniken gibt. Das Buch wird auch dir eine große Hilfe sein. Wenn du gerne schreibst – umso mehr! Dank dir für deinen Besuch und liebe Grüße zurück.

  2. Also ich zähle ja auch zu den Leutchen, die sich alles aufschreiben müssen (sollten..).
    Deine Ausführungen sind voll einfach und einleuchtend, danke dafür. Hast wieder einen sehr informativen Beitrag verfasst (und ich habe fast das Trompetel verpaßt..)

    LG die hippe

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